Die Schweinehirt figurine reist ins Haus Sonneneck, Jugendfreizeiteinrichtung von Kidz & co. Marzahn

What does this story of remind you?

What would you be willing to do to get what you wanted?

When was the last time you were duped?

What is luck what is bad luck?

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IMG_4864.jpgExercise conducted with students from BerufeHaus Sonneneck with Mrs. Löhnig. Accompanying texts are here: geschichten_sonneneck_schweinehirt

Der Schweinehirt

Es war einmal ein armer Prinz mit einem kleinen Königreich. Sein Name aber war weit und breit berühmt und so ging er zu des Kaisers Tochter und wollte sie heiraten. Als Geschenke wählte er eine herrliche Rose vom Grab seines Vaters und eine Nachtigall. Beides setzte er in große Silberbehälter und sandte sie der Prinzessin zu. Diese spielte gerade mit ihren Hofdamen und war gespannt auf den Inhalt der Silberbehälter. Die Prinzessin hatte aber keinen Sinn für die Schönheit der Natur, konnte nur künstliche Sachen leiden und verwarf die Geschenke des Prinzen. Als armer Mann verkleidet bewarb sich der Prinz beim Kaiser um einen Dienst. So sollte er von nun an die Schweine des Kaisers hüten. In seiner Kammer baute er etwas ganz Unnatürliches, in der Hoffnung, es möge der Prinzessin gefallen. Es war ein kleiner Kochtopf, der spielte die Melodie, „Ach, du lieber Augustin, alles ist hin.“. Und steckte man den Finger in den Dampf des Kochtopfes, wusste man, was auf den Herden der Stadt gekocht wurde. Als die Prinzessin mit ihren Hofdamen spazieren ging, hörte sie, wie der Topf im Hause des Schweinehirten die Melodie spielte. Diesen Topf wollte die Prinzessin haben und fragte, was der Schweinehirt dafür verlange. Um den Topf zu bekommen, musste sie den verkleideten Prinzen zehnmal küssen. Bald darauf baute der Prinz eine Knarre. Schwang man diese durch die Luft, so konnte man alle bekannten Polkas, Hopsen und Walzer vernehmen. Auch die wollte die Prinzessin, doch musste sie dem vermeintlichen Schweinehirten diesmal 100 Küsse dafür geben. Durch einen Zufall erfuhr der Kaiser davon und jagte beide aus dem Kaiserreich. Als Prinz und Prinzessin nun unglücklich im Regen saßen, sagte die Prinzessin: „Ach, ich elendes Geschöpf, hätte ich doch den schönen Prinzen genommen, der mir eine Rose und eine Nachtigall geschickt hat! Ach, wie unglücklich bin ich!“ Der Prinz gab sich zu erkennen und sprach: „Ich bin nun dahin gekommen, dass ich Dich verachte. Du wolltest keinen ehrlichen Prinzen haben, dir gefiel weder die Rose noch die Nachtigall. Aber den Schweinehirten konntest du küssen, um an deine Spielereien zu kommen. Das hast du nun davon!“. Er ließ sie stehen und ging zurück in sein Königreich. Da konnte sie singen: „Ach, du lieber Augustin, alles ist hin!“.